• Detail aus dem Jagdintarsienzimmer, Kunstsammlungen der Veste Coburg

Historische Räume

Große Hofstube

Die Große Hofstube ist der Fest- und Bankettsaal der Burg. Mit einer Grundfläche von 26 x 12 Metern gehört er zu den größten profanen Räumen seiner Zeit. Nach einem großen Brand im Jahr 1499 wurde er von 1501 bis 1504 wieder errichtet und mit einer mächtigen Balkendecke auf drei Mittelstützen überspannt. Die Bauform ist bis in die heutigen Tage unverändert erhalten geblieben.

Jagdintarsienzimmer

Einer der großartigsten Räume mit Vertäfelungen der Spätrenaissance in Deutschland ist diese thüringisch-fränkische Meisterarbeit, die 1632 vollendet wurde.

60 Intarsienbilder unterschiedlichen Formats mit Jagdszenen umgeben den ganzen Raum.

Das Prunkzimmer befand sich ursprünglich in der „Ehrenburg“, dem Stadtschloss der Coburger Herzöge. Erst im 19. Jahrhundert wurde es dort ausgebaut und in der Steinernen Kemenate wieder eingebaut.

Der Kachelofen wurde in Nürnberg im Jahr 1540 angefertigt. Die farbig glasierten Reliefkacheln zeigen zum Teil in mehrfacher Wiederholung neben alttestamentarischen und antiken Heldenbildnissen zeitgenössische Portraitmedaillons sowie sittenbildliche Darstellungen mit Inschriften.

Fürstenbau

Der Fürstenbau gehört im Kern zu den ältesten Bereichen der Veste Coburg. Um 1500 wurde er als Schloss der Kurfürsten von Sachsen ausgebaut.

Seine heutige Gestalt erhielt es zwischen 1910 und 1920, als er von dem Berliner Architekten Bodo Ebhardt umgebaut und als Wohnung für den letzten regierenden Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha eingerichtet wurde.

In ihrem Erscheinungsbild, dem gesamten Zuschnitt der Räume, den Wandvertäfelungen, dem Parkett, den Decken sind die Räume wieder genauso hergerichtet, wie der Architekt Bodo Ebhardt dies im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts im Auftrag des letzten Herzogs Carl Eduard veranlasst hatte.

Hier werden heute Raritäten aus ehemals fürstlichem Bestand präsentiert.

Lutherkapelle Veste Coburg

Lutherkapelle

Das letzte Coburger Herzogspaar erhielt als Hochzeitsgeschenk der Stadt im Jahr 1905 Geld zur Wiederherstellung der Luther-Kapelle auf der Veste Coburg. Der Baumeister Bodo Ebhardt hatte damals einen nur etwa 60 Jahre alten Neubau vorgefunden, der im Innern jedoch unvollendet geblieben war. Bei seinen Umbauarbeiten stieß er dann auf romanische Bausubstanz. Das marmorne Taufbecken ist die Kopie einer italienischen Arbeit aus dem 17. Jahrhundert, und zeigt die Schöpfungsgeschichte. Das Altarblatt mit der Kreuzigung Christi datiert ebenso ins 17. Jahrhundert.

Mit seinen reich verzierten Holzarbeiten an Orgel, Kanzel, Gestühl und Herzogsloge erfolgte der Innenausbau der Kapelle nach Entwürfen des Baumeisters Bodo Ebhardt 1923 in einer Bamberger Möbelfabrik.