Coburg | Gotha | 1826
Ein Herzog. Zwei Residenzen
Sachsen-Coburg und Gotha: Vor 200 Jahren entstand der klangvolle Name einer Dynastie, deren Erbe bis heute weit über Franken und Thüringen hinausstrahlt. Das ehemalige Herzogtum ist durch seine verwandtschaftlichen Verbindungen in viele Adelshäuser weltbekannt. Grund genug, um dieses Jubiläum in Ausstellungen und Veranstaltungen zu würdigen, deren Dreh- und Angelpunkt die große Schau in den Kunstsammlungen der Veste Coburg ist.
Ausgangspunkt ist ein politisches Ereignis: die Erbteilung von 1826. Herzog Ernst I. (1784–1844) besaß plötzlich zwei, rund 80 Kilometer voneinander entfernte Residenzen beiderseits des Thüringer Waldes: Schloss Friedenstein in Gotha und Schloss Ehrenburg in Coburg mit den jeweils dazugehörenden Sammlungen, Bibliotheken und Archiven und später je einem eigenen Theater.
Die Ausstellung auf der Veste zeichnet ab 22. Mai 2026 ein facettenreiches Bild dieses ungewöhnlichen Herzogtums, das neben dem Herzog auch von einem zunehmend selbstbewussten Bürgertum geprägt wurde. Kostbare Kunstwerke, Karten, Waffen, Archivalien und Bücher erzählen von Macht, Repräsentation, Reformwillen und Widerständen – und von einer Epoche im Umbruch. Ein besonderer Fokus liegt auf Herzog Ernst I., einem ebenso energiegeladenen wie widersprüchlichen Regenten. Als Politiker, Militär, Bauherr und Sammler prägte er das Erscheinungsbild von Coburg und Gotha nachhaltig. Seine Begeisterung für das Mittelalter, die Theaterkultur und die Wissenschaften spiegelt sich ebenso in der Ausstellung wider wie die privaten Schattenseiten seines Lebens und die weitreichenden dynastischen Entwicklungen seiner Familie bis hin zum britischen Königshaus.







Kunstsammlungen der Veste Coburg